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Betreuungs- und Pflegeaufsicht nach dem HGBP

Menschen im Pflegeheim


 

 

Das Hessische Gesetz über Betreuungs- und Pflegeleistungen (HGBP) hat ab März 2012 den seit 1975 durch das Heimgesetz gewährten Schutz der Würde und der körperlichen und seelischen Gesundheit von Bewohnerinnen und Bewohnern in Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe übernommen.

Nach wie vor ist die Selbständigkeit und Selbstbestimmung zu achten und zu fördern. Die Qualität des Wohnens und der Betreuung einschließlich der Pflege muss in jedem Einzelfall sichergestellt sein. Das HGBP bietet jetzt weitergehenden Schutz auch bei der Betreuung und Pflege durch ambulante Betreuungs- und Pflegedienste sowie bei entgeltlich in Privathaushalte vermittelten Pflegekräften.

Das Leben in einer Einrichtung stellt dauerhaft eine gesellschaftlich notwendige Alternative zur Betreuung alter Menschen oder von Menschen mit Behinderungen in der eigenen Häuslichkeit dar.

  • Das durchschnittliche Einzugsalter in Einrichtungen der stationären Altenhilfe liegt in Hessen über 84 Jahren.
  • Gründe für den Einzug in eine stationäre Einrichtung sind überwiegend die zunehmende Abhängigkeit von fremder Hilfe durch körperlichen Kräfteabbau, Bewegungseinschränkungen, wachsenden Pflegebedarf, Behinderungen sowie Orientierungsstörungen und gleichzeitig unzureichende Betreuung im häuslichen Umfeld.
  • Zurzeit leben zwischen 4 bis 5 % der pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen. Insgesamt steigt die Zahl pflegebedürftiger Menschen in Hessen seit Jahren kontinuierlich an.
  • Ca. 75% der Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt, überwiegend von der Familie.
  • Die Aufgaben ambulanter Betreuungs- und Pflegedienste nehmen jedoch mit zunehmender Pflegebedürftigkeit und gleichzeitig nachlassender familiärer Hilfemöglichkeiten zu.

Qualität in der Pflege wird entscheidend von dem zur Verfügung stehenden Personal beeinflusst.

In der professionellen Altenpflege werden qualifizierte Hilfen für pflegebedürftige Menschen in verschiedenen Lebenssituationen und Lebensphasen eigenständig erbracht.
Pflege hat zum Ziel, die Selbständigkeit des Menschen zu erhalten, wiederherzustellen oder diesen zu befähigen, mit den Einschränkungen in der eigenen Lebensgestaltung umzugehen und neue Lebensqualitäten zu entdecken. Dabei baut sie auf dem individuellen Beziehungsprozess zwischen Pflegenden und Pflegebedürftigen auf.
Die Ausbildung in der Altenpflege soll die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln, die zur selbständigen und eigenverantwortlichen Pflege einschließlich der Beratung, Begleitung und Betreuung alter Menschen erforderlich sind.

Altenpflege hat nichts mit dem früher vielmals assoziierten „Sauber und Satt“ zu tun. Sie bedarf einer hochkomplexen Schulung und Ausbildung um mit sozialpflegerischem Wissen und selbstreflexiver Kompetenz dem Pflegebedürftigen individuell gerecht zu werden.
Unter Beteiligung des Regierungspräsidiums Gießen wurde hierzu ein verbindlicher Rahmenlehrplan geschaffen, der eine hessenweite gleichbleibende Ausbildungsqualität sicherstellt.

Altenpflegeausbildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Schulgeld wird an den mehr als 40 hessischen Altenpflegeschulen nicht erhoben. Das Land Hessen finanziert die Ausbildung mit einem Finanzvolumen von z. Zt. über 17 Mio € (2013).




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Links

Heimverzeichnis.de
Datenbank über stationäre Betreuungsangebote für ältere Menschen in Deutschland

Hessischer Pflegemonitor
Ein webbasiertes Informationssystem zur Erhebung von Pflegekräftebedarf und -angebot

Deutsches Zentrum für Altersfragen
Forschung auf dem Gebiet der sozial- und verthaltenswissenschaftlichen Gerontologie

Servicenetzwerk Altenpflegeausbildung
Ein Angebot für Altenpflegeeinrichtungen und ihre Träger

Auf dem Weg zu guter Pflege- und Lebensqualität
Ergebnisse der Langzeitstudie "Möglichkeiten und Grenzen selbständiger Lebensführung in vollstationären Einrichtungen" (MuG IV)

Arbeitsmarkt Pflege - Arbeitsmarkt der Zukunft
IWAK-Studie zur Pflegekräftesituation in den stationären und ambulanten Pflegeinrichtungen in Hessen