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Eine kleine Reise durch Mittelhessen

Altstadt Wetzlar

Mittelhessen mit seinen 1.050.00 Einwohnern auf einer Fläche von 5.380 Quadratkilometern liegt rund um die zentralen Orte Gießen, Marburg und Wetzlar und reicht vom Limburg im Westen bis nach Lauterbach (Vogelsberg) im Osten; im Süden schließt sich der Regierungsbezirk Darmstadt (Südhessen) mit dem Rhein-Main-Ballungsraum, im Norden der Regierungsbezirk Kassel (Nordhessen) an. In der Region finden sich zwei Universitäten und eine Fachhochschule sowie zahlreiche meist mittelständisch geprägte Industriestandorte, die häufig auf eine jahrhundertelange Tradition zurückblicken können. Die Region entlang der Lahn bietet eine abwechslungsreiche, reizvolle Landschaft mit markanten Flusstälern, Mittelgebirgen und vielen liebevoll restaurierten Altstädten.

Unsere Reise

Fangen wir unsere Reise am Sitz des Regierungspräsidiums an: Gießen ist Universitätsstadt („Justus-Liebig-Universität“, seit 1607), Verwaltungs- und Handelsmetropole Mittelhessens. Wendet man sich von hier nach Südosten, gelangt man in die Wetterau, eine der fruchtbarsten Agrarlandschaften Hessens, die sich bis vor die Tore Frankfurts zieht.

Direkt nach Osten gewandt erreicht man bald den unteren Vogelsberg, eine abwechslungsreiche, wellige Landschaft von hohem Reiz mit vielen alten Fachwerkstädten. Östlich schließt sich der ebenso interessante hohe Vogelsberg an, das größte erloschene Vulkanmassiv Mitteleuropas mit dem 774 Meter hohen Taufstein als höchstem Punkt Mittelhessens. Wälder und offene Flächen mit Hecken wechseln sich hier ab.

Wenn Sie von Gießen durch das Lahntal nach Norden fahren, erreichen Sie nach 30 Kilometern Marburg mit der 1527 gegründeten Universität und einer sehenswerten Altstadt. Größter Arbeitgeber neben der Universität ist hier die pharmazeutische Industrie von Weltruf. Nördlich von Marburg findet sich der Burgwald, eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Hessens. Östlich durchqueren Sie Richtung Alsfeld eine hügelige Landschaft, in der Sie sehenswerte Altstädte, aber auch Industriezentren (Stadtallendorf) finden.

Nordwestlich von Marburg können Sie der Lahn bis an die Landesgrenze bei Biedenkopf (Altstadt, Schloß) folgen. Zwischen diesem oberen Lahntal und dem Dilltal (südwestlich), das kurz vor Wetzlar ins Lahntal einmündet, liegt das manchmal schroffe Lahn-Dill-Bergland.

Westlich von Gießen treffen Sie bereits nach 15 Kilometern auf die alte Reichsstadt Wetzlar, mit der Gießen Ende der 70er Jahre für drei Jahre zur Großstadt Lahn zusammengeschlossen war. Wetzlar ist bekannt für seine Schwer- und optische Industrie und seinen liebevoll restaurierten Stadtkern.

Nordwestlich Wetzlars können Sie dem Dilltal Richtung Siegerland folgen; die kurz aufeinanderfolgenden Orte und die vielen mittelständischen Metallbetriebe sind Zeugen einer alten, bis weit ins Mittelalter zurückreichenden Industriekultur der Erzgewinnung und Metallverarbeitung. Noch heute kann man dies anschaulich verfolgen im Besucher-Bergwerk "Grube Fortuna" in Solms - Oberbiel bei Wetzlar.

Westlich von Wetzlar wendet sich das Lahntal der barocken Residenzstadt Weilburg und der Domstadt Limburg, einem aufstrebenden Mittelzentrum an der ICE-Strecke Köln-Frankfurt, zu. Das Lahntal wird hier enger und kurvenreicher, Radwanderer und Kanuten genießen diesen Flußabschnitt besonders gern.

Die Hochflächen zwischen diesem unteren Lahntal und dem oberen Dilltal im Norden gehören zum Westerwald; sie sind aus vulkanischem Gestein aufgebaut und von eigentümlichem landschaftlichem Charakter mit vielen Freiflächen. Das Bergland südlich der Lahn wird bereits von den Ausläufern des Taunus geprägt.

Foto: Pixelio.de

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