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Pflege der Naturschutzgebiete

Ziehende Schafherde mit Schaefer

Nach § 28 Abs. 4 des Hessischen Naturschutzgesetzes werden in den Naturschutzgebieten, in denen die Schutzzwecke nicht durch die natürliche Entwicklung erreichbar sind, durch die Naturschutzbehörde  zur Bestandssicherung aufgestellt. Diese können auch gutachterliche Aussagen zur Gebietsentwicklung beinhalten.
Pflegepläne werden in der Regel  bei Naturschutzgebieten erforderlich, in denen Lebensräume und Artvorkommen geschützt sind, die das Ergebnis einer historischen extensiven Landnutzung darstellen.

Diese Nutzung findet heute meist nicht mehr. Hierzu gehören z.B. Borstgrasrasen, orchideenreiche Magerrasen, Wachholderheiden und  Streuwiesen.

Der Pflegeplan wird i.d.R. hierbei die Beweidung mit Schafen und Ziegen im Hütebetrieb oder die Streuwiesennutzung durch einschürige Mahd im Detail aufzeigen. Seine Umsetzung durch geeignete Landwirte soll den dauerhaften Erhalt des Schutzzweckes eines Naturschutzgebietes gewährleisten.

Mittelfristige Pflegepläne haben meist eine Laufzeit von 10 Jahren. Aus ihnen werden die jährlich erforderlichen Maßnahmen abgeleitet.
Bei diesen Jahresplänen werden alle Maßnahmen vorab mit den Hauptnutzern im Gebiet, z.B. den Land- und Forstwirten, den Gemeinden, den Fischerei- und Jagdberechtigten und den örtlichen Gebietsbetreuern abgestimmt.

Ziel der jährlichen Maßnahmenplanung ist, soweit möglich eine naturschutzfachlich günstige Nutzung im Naturschutzgebiet zu erhalten oder wieder einzuführen. Hierzu wird auch verstärkt auf finanzielle Unterstützung der Landwirte im Rahmen des Hessischen Integrierten Agrarumweltprogramms (HIAP) gesetzt.
Die lokale Gebietspflege und -betreuung (jährliche Maßnahmenplanung und -abstimmung sowie die Umsetzung der Maßnahmen) steht in der Verantwortung des Regierungspräsidium.
Zur Umsetzung bedient es sich der in der Fläche agierenden Forstämter des Landesbetrieb Hessen-Forst.
Fragen zu konkreten Gebieten richten Sie deshalb an das zuständige Forstamt (siehe Downloadkarte).
Der Abschluss von Rahmenverträgen im Rahmen des HIAP erfolgt durch das zuständige Amt für den ländlichen Raum beim Landkreis.
In stark besucherfrequentierten Naturschutzgebieten im Burgwald, entlang der Lahn zwischen Gießen und Wetzlar sowie in der Wetteraue informiert die amtliche Naturschutzwacht die Besucherinnen und Besucher über die Schönheiten und Empfindlichkeiten des Gebietes

Foto: pixelio.de

 

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