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Marktüberwachung Bauprodukte

Baumaterial, das im Rahmen der Marktüberwachung vom RP Gießen überprüft wurde
Das Bauproduktengesetz von 1998 regelt das In-Verkehr-Bringen von Bauprodukten und den freien Warenverkehr mit Bauprodukten von und nach der EU bzw. dem Europäischen Wirtschaftsraum. Das Gesetz setzt die europäische Bauproduktenrichtlinie 89/106/EWG um.

Bauprodukte sind Baustoffe, Bauteile und Anlagen, die hergestellt werden, um dauerhaft in bauliche Anlagen (Hoch- und Tiefbau) eingebaut zu werden.

Der Kontrolle durch die Marktüberwachung unterliegen alle Bauprodukte, für die harmonisierte Normen vorliegen, die von der EU-Kommission veröffentlicht wurden.

Alle diese Bauprodukte haben Einfluss auf die wesentlichen Eigenschaften eines Bauwerkes.
Die sogenannten „Grundanforderungen“, die an ein Bauwerk gestellt werden, sind:
- Standsicherheit
- Brandschutz
- Hygiene
- Nutzungssicherheit
- Schallschutz
- Energieeinsparung und Wärmeschutz
Deshalb müssen Bauprodukte festgelegte (= normierte) technische Qualitäten aufweisen, die in den harmonisierten Normen der EU fixiert wurden.

Bauprodukte dürfen nur gehandelt werden, wenn sie mit den rechtlichen Bestimmungen der EU übereinstimmen (= konform) sind. Die Hersteller sind gesetzlich verpflichtet, vor dem In-Verkehr-Bringen solcher Produkte, ein Bewertungsverfahren durchzuführen, mit dem Ziel die Rechtskonformität des jeweiligen Produktes nachzuweisen. Dieses Konformitätsverfahren schließt mit der Erstellung einer sogenannten Konformitätsbescheinigung (Konformitätserklärung oder Konformitätszertifikat) ab. Im Rahmen dieses Bewertungsverfahrens wird überprüft, ob ein Qualitätsmanagementsystem zur Produktionskontrolle eingerichtet und wirksam ist. Dabei wird überprüft, ob die technischen Unterlagen vollständig sind und das Produkt korrekt gekennzeichnet ist. Dann erst darf an dem Produkt das CE-Zeichen angebracht werden.

Diese „Konformitätskontrolle“ dient auch dem Verbraucherschutz. Durch die gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung (Anwendungshinweise, technische Daten) soll es dem Endverbraucher und dem Handwerker, der Bauprodukte verbaut, ermöglicht werden, sich das für seinen Verwendungszweck geeignete Produkt zu beschaffen.


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